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scanplus baskets verteidigen die Tabellenspitze

Die scanplus baskets Elchingen eilen von Sieg zu Sieg. Auch der 14-malige Deutsche Meister Bayer Giants Leverkusen konnte die Erfolgsserie des schwäbischen Dorfvereins nicht stoppen und wurde verdient mit 90:79 (42:38) bezwungen. Für die Elchinger bedeute dieser Erfolg in der mit etwa 500 Besuchern gut gefüllten Brühlhalle den sechsten Punktspielsieg in Folge. Ihr heimisches Parkett konnten die Elche mittlerweile sogar seit 12 Spielen in Folge als Sieger verlassen. Damit festigen die Elche ihren ersten Tabellenplatz und sind nun das einzige Team in der ProB-Süd, das nach dem 8. Spieltag erst eine Niederlage auf dem Konto zu verzeichnen hat.

Im Vergleich zu den letzten Spielen hatte sich die Personalsituation bei den Elchen nur bedingt verbessert. Zwar standen mit Edin Alispahic und Filmore Beck zwei Spieler wieder im Kader, auf die die Elche zuletzt verzichten mussten, doch waren beide Spieler bei weitem noch nicht hundertprozentig fit. Der 2,08m große Center Alispahic ist noch immer am Knie lädiert und Filmore Beck ist nach seiner hartnäckigen Mandelentzündung nur für kurze Zeit einsatzfähig. Zudem musste Head Coach und Sportlicher Leiter Dario Jerkic dieses Mal auf Kevin Wysocki komplett verzichten, der die letzten Spiele schon nur unter Schmerzen spielen konnte. Der Langzeitverletzte Gregory Graves wird den Elchen ohnehin noch einige Zeit fehlen.

Wie schon beim deutlichen Auswärtssieg in Würzburg am vergangenen Dienstag vertraute Dario Jerkic anfangs auf Marko Krstanovic, Hayden Lescault, Brian Butler, Jere Vucica und Kristian Kuhn. Die Anfangsphase verlief auf beiden Seiten etwas nervös und war geprägt von einigen vergebenen Korblegern und leichtfertigen Ballverlusten. Den besseren Start erwischten aber dennoch die Elchinger, die sich mit einem Dreipunkte-Spiel von Kristian Kuhn die erste Führung des Spiels erarbeiten konnten (3:0, 2. Minute). Auch in der Verteidigung konnten die Elche die Rheinländer immer wieder gut auf Distanz zum Korb halten und zu schwierigen Abschlüssen zwingen. So konnten sich die Hausherren bereits im ersten Viertel nach einem krachenden Dunking von Jere Vucica eine zweistellige Führung herausspielen (19:7, 9. Minute). Dabei überzeugten sie wie schon zuletzt mit einem sehr flüssigen Passspiel, welches bis zum Spielende zu 33 Assists führen sollte. Damit konnte die Saisonbestmarke vom Kantersieg gegen Rhöndorf zwei Wochen zuvor eingestellt werden. Dass die Leverkusener den Rückstand bis zum Ende des ersten Viertels wieder in noch erträgliche Regionen bringen konnten, hatten sie vor allem Marvin Heckel zu verdanken. Der Ex-Würzburger erzielte die letzten sechs Gästepunkte, darunter auch ein „Flamingo-Dreier“ in der letzten Sekunde des ersten Abschnitts (21:13, 10. Minute).

Während im ersten Viertel Kristian Kuhn mit bereits neun Punkten und sechs Rebounds effektivster Elchinger war, übernahm im zweiten Abschnitt immer mehr der 37-jährige Kapitän Marin Petric das Zepter. Der Ex-Leverkusener war es dann auch, der mit seinem ersten erfolgreichen Dreier die Führung wieder auf 13 Punkte ausbauen konnte (35:22, 15. Minute). Der Elchinger Vorsprung pendelte sich dann fortlaufend etwa um die magische Zehn-Punkte-Marke ein. Immer wenn Leverkusen etwas herankam, fand vor allem Marin Petric die passende Antwort (42:31, 19. Minute). Bis zur Halbzeit wurde es dann aus Elchinger Sicht unnötigerweise doch noch knapp, da die Gäste begünstigt durch ein Offensiv-Foul von Jere Vucica und einem Ballverlust von Stefan Fekete mit einem 7:0-Lauf noch einmal verkürzen konnten (42:38, 20. Minute). Der Ballverlust des Ungaren sollte bis Spielende im Übrigen aber sein einziger Turnover bleiben, während er hingegen insgesamt starke 9 direkte Korbvorlagen auflegte.

Im dritten Viertel blieben die Riesen vom Rhein dann erst einmal an den Elchen dran. Vor allem der US-Amerikaner Donovon Jack glänzte hier mit drei Dunkings in Folge, darunter ein sehr ansehnlicher Alley Oop (51:47, 25. Minute). Doch auf der Seite der Hausherren gab es da ja noch einen Marin Petric, der sein bisher bestes Spiel im Elchinger Trikot absolvierte. Innerhalb von nur acht Spielminuten gelangen ihm weitere 14 Punkte, wobei der Routinier vier Distanzwürfe jenseits der 6,75m-Linie in Folge traf. So konnten sich die Elche mit einem 12:0-Lauf ein 15-Punkte-Polster erarbeiten (66:51, 29. Minute). Als dann auch noch Edin Alispahic mit einem Buzzer Beater von Down Town einnetze, war das Momentum endgültig auf Seiten der scanplus baskets (69:57, 30. Minute).

Im Schlussviertel war es dann auch der Neuzugang aus Schwenningen, der unter dem Korb immer wieder von seinen Mitspielern gut in Szene gesetzt wurde und die nächsten sechs Punkte für die Elche erzielte. Der Vorsprung konnte somit weiter im zweistelligen Bereich gehalten werden (75:62, 33. Minute). Doch dann sorgten einige Unachtsamkeiten auf Elchinger Seite nicht nur dafür, dass die Gäste wieder auf Schlagdistanz herankommen konnten (76:70, 36. Minute), sondern brachten den Elchinger Trainer auch derart in Rage, dass dieser sich zu einer Auszeit gezwungen sah. Die deutlichen Worte von Dario Jerkic schienen bei seinen Spielern angekommen zu sein. So sorgten Hayden Lescault und Kristian Kuhn mit ihren Punkten dafür, dass der alte Zehn-Punkte-Vorsprung wiederhergestellt werden konnte (82:72, 37. Minute). Kurze Zeit später war es auch der Elchinger Center Kristian Kuhn, der seinen zehnten Rebound holte und damit sein zweites Double Double innerhalb von nur 8 Tagen perfekt machen konnte. Die Gegenwehr des deutschen Rekordmeisters war nun gebrochen. Näher als auf sieben Punkte kamen die Giants nicht mehr an die Elche heran. Für das letzte Highlight sorgte dann Jere Vucica mit einem krachenden Dunking nach Zuspiel von Marin Petric, ehe Marvin Heckel für den Endstand sorgte (90:79, Spielende).

Topscorer für Elchingen: Marin Petric (26 Punkte), Kristian Kuhn (14 Punkte), Hayden Lescault (13 Punkte), Brian Butler und Edin Alispahic (jeweils 11 Punkte)

Für den Tabellenführer scanplus baskets Elchingen steht nun nächste Woche am Samstag das Auswärtsspiel bei den Fraport Skyliners Juniors an (Spielbeginn 15:00 Uhr). Das nächste Heimspiel findet dann am übernächsten Samstag (18.11.) statt. Dann kommt es zum Spitzenspiel, wenn der Tabellenerste auf den derzeitigen Tabellendritten EN Baskets Schwelm trifft. Der Sprungball ist wie gewohnt auf 19:00 Uhr angesetzt.

Berichtet von Thomas Schaudt

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