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Keine anstehende Veranstaltung

Elche holen sich die Meisterschaft!

 

Die scanplus baskets elchingen haben haben auch ihr letztes Saisonspiel gewonnen und sich damit bereits in ihrer dritten ProB-Saison den Meistertitel gesichert. Im zweiten Finalspiel gegen die Rostock Seawolves erspielten sich die Elche in der heimischen Brühlhalle einen auch in der Höhe verdienten 85:67 (46:39)-Erfolg und machten somit die 93:94-Niederlage aus dem Hinspiel mehr als nur wett. Damit gelang den Elchen zudem auch das Kunststück, die komplette Saison daheim ungeschlagen zu bleiben. In allen 17 Heimspielen blieb der Dorfverein siegreich und wurde dem diesjährigen Motto „Defend our Dorf“ mehr als nur gerecht. Saisonübergreifend bauten die Elche ihre Heimserie sogar auf unglaubliche 24 Erfolge in Serie aus. 

Im Vergleich zu Spiel 1 fehlte bei den Gästen aus Rostock Ivo Slavchev, dessen Kaderplatz Theo Brackmann einnahm. Bei den Elchen hingegen konnte der Sportliche Leiter und Head Coach Dario Jerkic auf alle 12 Spieler zurückgreifen. Zu Beginn schickte er Marko Krstanovic, Stefan Fekete, Hayden Lescault, Brian Butler und Kristian Kuhn auf das Parkett.

Die scanplus baskets erwischten einen hervorragenden Start in die Partie. Durch mannschaftsdienliches Passspiel und aggressiver Verteidigung, welche die Gäste zu schweren Würfen zwang, konnten sie sich bereits in der Anfangsphase einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten (16:5, 7. Minute). Zudem beherrschten Kristian Kuhn und Co. die Bretter und ließen kaum zweite Wurfchancen der Rostocker zu. Einzig der Ex-Elchinger Regisseur Brandon Lockhart hielt mit 5 Punkten in der Anfangsphase wenigstens etwas dagegen. Doch auch er konnte es nicht verhindern, dass Stefan Fekete immer wieder die Lücken in der Rostocker Verteidigung fand und seine Mitspieler exzellent in Szene setzte. Zwei seiner traumhaften Anspiele verwertete Jere Vucica per Slamdunk und Brian Butler per Korbleger zur 20:6-Führung (8. Minute). Diesen Vorsprung konnten die Elche bis zum Ende des ersten Viertels vor einer finalwürdigen Kulisse von ca. 1.000 Zuschauern behaupten (26:12, 10. Minute).

Im zweiten Viertel kamen die Gäste dann besser ins Spiel und erzielten gleich die ersten acht Punkte (26:20, 12. Minute), ehe Filmore Beck per erfolgreichem Dreipunktewurf kontern konnte. Die Partie gestaltete sich nun etwas ausgeglichener, so dass sich weder die Elche weiter absetzen konnten, noch die Gäste von der Ostsee das Spiel drehen konnten. So war den Zuschauern Spannung und Unterhaltung geboten, als Jere Vucica einen weiteren wunderschönen Alley-Oop-Dunk im Rostocker Korb unterbringen konnte. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit kamen die Gäste nach einem Technischen Foul gegen Edin Alispahic zwar auf vier Punkte an die Elche heran (43:39, 20. Minute), doch der Elchinger Center mit bosnischem Pass machte seinen Fehler wieder gut und traf kurz vor der Halbzeit einen Distanzwurf zur 46:39-Pausenführung (20. Minute).

 In der zweiten Halbzeit legten die Elche vor allem in der Verteidigung noch einmal einen Zahn zu und sorgten dafür, dass die Gäste nur noch 29% ihrer Würfe aus dem Feld im Elchinger Korb unterbringen konnten. Auf der Gegenseite trafen Jere Vucica und der immer besser ins Spiel kommende Hayden Lescault ihre Distanzwürfe und bescherten den Elchen wieder eine zweistellige Führung (56:43, 26. Minute). Diesen Vorsprung konnten die Elche dank ihrem gewohnten Teambasketball bis zum Ende des dritten Viertels halten bzw. sogar noch leicht ausbauen (64:49, 30. Minute).

Auch im letzten Spielabschnitt der Saison 2017/18 blieben die Elche konzentriert, während es den Gästen weiterhin sehr schwer gemacht wurde, in ihr Spiel zu finden. Jere „Air Croatia“ Vucica flog noch ein letztes Mal in dieser Saison durch die Halle und schloss mit einem weiteren spektakulären Alley-Oop-Dunk ab. Der kroatische Flügelspieler war es dann auch, der mit einem Distanzwurf kurze Zeit später für die höchste Elchinger Führung in diesem Spiel sorgte (71:51, 34. Minute). Die Gäste konterten zwar noch einmal mit einem 9:0-Lauf, doch als dann auch noch Elchingens Topscorer Hayden Lescault heiß lief und innerhalb von nur 46 Sekunden acht Punkte erzielte, war das Spiel für die Elche quasi entschieden (81:63, 37. Minute). Kurze Zeit später machte Kristian Kuhn sein Double Double perfekt (11 Punkte, 10 Rebounds), ehe Elchingens Kapitän Marin Petric die letzten Elchinger Punkte zum Endstand von 85:67 erzielte. Danach kannte der Jubel in der Elchinger Brühlhalle keine Grenzen mehr (Spielende).

Topscorer für Elchingen: Brian Butler und Hayden Lescault (jeweils 18 Punkte), Jere Vucica (14 Punkte) und Kristian Kuhn (11 Punkte).

Aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen in Elchingen ist der sportliche Erfolg nicht hoch genug zu bewerten. Während andere Vereine durch öffentliche Hand sechs- oder gar siebenstellige Beträge für ihre Spielstätten zur Verfügung gestellt bekommen, wie zum Beispiel der Vorjahresaufsteiger PS Lions Karlsruhe, wurde der Elchinger Antrag, die gemeindeeigene Brühlhalle ProA-fähig umzugestalten, durch die Gemeinde abgelehnt. Zudem haben die Elche mit dem SSV ratiopharm Ulm 1846 eine große Konkurrenz um die Gunst der Sponsoren und Zuschauer direkt vor der Haustüre. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz schafften es die Elche, innerhalb von nur fünf Jahren von der fünftklassigen zweiten Regionalliga über die erste Regionalliga und dann im dritten Jahr in der ProB, den sportlichen Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse ProA zu erreichen. Dabei boten die Elche nicht nur einen sehr erfolgreichen, sondern auch einen sehr schönen Basketball, der die Zuschauer begeisterte.

Umso bitterer waren dann die beiden Bekanntgaben nach der Siegerehrung des ProB-Meisters: Wie schon angekündigt kann der Aufstieg in die ProA nicht wahrgenommen werden. Letztendlich musste eingesehen werden, dass die wirtschaftlichen Mittel nicht ausreichen würden, parallel die Halle aus eigener Tasche und ohne Unterstützung durch die Gemeinde ProA-fähig umzugestalten und ein konkurrenzfähiges Team für die ProA auf die Beine zu stellen. Zudem sind in der ProA die Anforderungen in bezüglich der Logistik und Organisation deutlich aufwendiger als in der ProB.

Des Weiteren verkündete Dario Jerkic, Head Coach und Sportlicher Leiter der Elchinger, im Interview nach dem Spiel seinen Rücktritt als Head Coach. Der Erfolgscoach übernahm vor fünf Jahren den Dorfverein als Tabellenelften der zweiten Regionalliga und führte ihn nun bis zur ProB-Meisterschaft. Als einen der Gründe für den Rücktritt als Head Coach nannte Jerkic die Tatsache, dass die scanplus baskets elchingen den ProA-Aufstieg nicht wahrnehmen konnten.

Berichtet von Thomas Schaudt
Beitragsfoto von Markus Imhof

Kontakt

 SV Oberelchingen 1930 e.V. Abteilung Basketball

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