Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Sie geben die Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

Rückschlag im Ruhrpott

 

Die scanplus baskets Elchingen haben im Auswärtsspiel bei den VfL SparkassenStars Bochum eine schmerzliche Niederlage einstecken müssen. Im Spiel 2 der Best-Of-Three-Serie schafften es die Elche vor allem in der Offensive in keiner Phase des Spiels, ihren gewohnten Rhythmus zu finden und verloren das Spiel auch in der Höhe verdient mit 63:79 (33:39). Um den Halbfinalteilnehmer zu ermitteln, werden die beiden Viertelfinalkontrahenten am kommenden Sonntag in einem alles entscheidenden dritten Spiel der Serie in der Brühlhalle Elchingen nochmals aufeinandertreffen. Der Sieger dieses Spiels wird entweder gegen den FC Schalke 04 Basketball oder gegen die MTV Herzöge Wolfenbüttel um die sportliche Qualifikation für die ProA spielen, während für den Verlierer die Saison dann beendet sein wird.

Die Trainer beider Teams konnten bei diesem wichtigen Spiel auf nahezu alle ihre Leistungsträger zurückgreifen - Bei Elchingen fehlte lediglich Doppellizenzspieler Tim Köpple, alle anderen 11 Akteure waren mit von der Partie. Die Hausherren konnten sogar ihren kompletten 12-Mann-Kader aufbieten, auch Ryon Howard, der letzte Woche in Elchingen noch aussetzen musste, war wieder mit an Bord. Im Vergleich zur Vorwoche musste Stefan Fekete seinen Platz in der Anfangsformation zugunsten von Hayden Lescault räumen. Neben ihm starteten Marko Krstanovic, Brian Butler, Jere Vucica und Kristian Kuhn.

Den besseren Start im ersten Viertel erwischten die Gäste aus Elchingen. Erst verhinderte Marko Krstanovic mit einem wunderschönen Block gegen Bochums Aufbauspieler Felix Engel die ersten Punkte der Hausherren, kurz danach traf Hayden Lescault auf der Gegenseite einen weiten Mitteldistanzwurf. Nach einem Dunking von Brian Butler konnten sich die Gäste in der Anfangsphase sogar schon einen kleinen nennenswerten Vorsprung herausspielen (2:8. 3. Minute). Doch dann riss bei den Elchen in der Offensive komplett der Faden. Ganze vier Minuten am Stück blieben sie ohne einen einzigen Punkt und mussten folglich einen 0:13-Lauf gegen sich hinnehmen (15:8, 7. Minute). Lediglich dank eines Buzzer-Beaters von Stefan Fekete konnte der Rückstand nach den ersten zehn Minuten in Grenzen gehalten werden (19:14, 10. Minute).

Der 31-jährige Ungar war es dann auch, der sein Team mit weiteren sieben Punkte in Folge fast im Alleingang wieder auf Schlagdistanz heranbrachte (22:21, 13. Minute). Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels konnten die Elche gut dagegenhalten und die Führung wechselte das ein ums andere Mal. Anderthalb Minuten vor der Halbzeit waren die Elche nach einem Korbleger von Edin Alispahic noch knapp vorne (30:31), mussten dann aber wiederum innerhalb von nur einer Spielminute einen 0:9-Lauf einstecken. Folglich ging es mit einem 33:39-Rückstand in die Halbzeitpause (20. Minute).

In der zweiten Halbzeit machte Elchingens Sportlicher Leiter und Head Coach Dario Jerkic sein Team etwas kleiner und brachte Stefan Fekete anstelle von Jere Vucica. Diese Umstellung zeigte anfangs Wirkung. Die Elche attackierten immer wieder erfolgreich den Bochumer Korb, hielten auf der anderen Seite ihre Gegner vom Punkten ab und erzielten die ersten acht Punkte des dritten Viertels, wodurch sie die Führung wieder zurückerobern konnten (39:41, 23. Minute). Doch wie schon im ersten Viertel gelang dann den Elchen wieder eine lange Zeit gar nichts mehr im eigenen Angriff. Die Würfe von außen wollten nicht fallen und auf dem Weg zum Korb wurden Hayden Lescault und Co. oftmals heftig an der Grenze des Legitimen verteidigt, doch die erhofften Foulpfiffe blieben meistens aus. Bis zum Spielende bekamen die Elche ganze zehn Freiwürfe zugesprochen, ihre Kontrahenten durften 35 Mal an die Linie. So konnten die Bochumer die nächsten zwölf Punkte erzielen und sich das erste Mal im Spiel eine zweistellige Führung erspielen (51:41, 27. Minute). Die Elche kamen dann zwar noch einmal auf vier Punkte heran und hatten gegen Ende des Viertels noch die Chance, weiter zu verkürzen. Doch anstatt den letzten Angriff im dritten Spielabschnitt auszuspielen, nahm Hayden Lescault acht Sekunden vor dem Ende einen Distanzwurf, setzte ihn auf den Ring und ermöglichte damit noch einen weiteren Bochumer Angriff. Diesen nutzten die Gastgeber kaltschnäuzig mit einem ansehnlichen Sprungwurf und erhöhten ihren Vorsprung somit wieder auf dieselbe Differenz, wie sie schon zur Halbzeitpause bestand (53:47, 30. Minute).

Im letzten Spielabschnitt versuchten die Elche noch einmal alles, um das Spiel zu drehen, doch fehlte das nötige Wurfglück. Selbst die schönsten herausgespielten freien Dreipunktewürfe fanden nicht ihr Ziel. Ganz anders lief es bei den Hausherren. Sie trafen starke 9 von 20 Dreipunktewürfe (45%) und konnten sich immer wieder leichte Punkte an der Freiwurflinie erarbeiten. Als bei den Elchen dann innerhalb kürzester Zeit auch noch Kristian Kuhn nach seinem fünften Foul und Marko Krstanovic wegen seiner Doppelbelastung von je einem Techischen und einem Unsportlichen Foul das Spielfeld verlassen mussten, schwand nach und nach die Hoffnung bei den 30 mitgereisten Elchinger Fans. Am Ende waren die Bochumer einfach zu abgezockt, um sich das Heft nochmal aus der Hand nehmen zu lassen und gewannen das Spiel letztendlich verdient mit 79:63 (Spielende).

Topscorer für Elchingen: Stefan Fekete (18 Punkte), Hayden Lescault (16 Punkte).

Für die scanplus baskets geht es nun am Sonntag in einer Woche (08.04.2018) in der heimischen Brühlhalle weiter. Im bisher wichtigsten Saisonspiel geht es dann darum, das vorzeitige Saisonaus abzuwenden und mit einem Sieg ins Halbfinale einzuziehen. Der Sprungball ist auf 18:00 Uhr festgesetzt.

Berichtet von Thomas Schaudt

Beitragsfoto von Daniela Fritsch

Kontakt

 SV Oberelchingen 1930 e.V. Abteilung Basketball

 Nersinger Str. 23 | 89275 Elchingen

 07308 817585

 info(@) scanplusbaskets.de